Digitalschulen — Das Magazin › Foren › Rund ums Forum › Feedback & Technik › Colocation für Schulen – wie funktioniert das eigentlich genau?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 2 Wochen, 1 Tag von
QuereinsteigerQuang aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
12. Oktober 2026 um 12:13 p.m. Uhr #931
Daniel BrandtModeratorIch arbeite gerade an einem Projekt für einen gemeinnützigen Bildungsträger und wir überlegen, unsere Server nicht mehr selbst zu hosten, sondern in ein Rechenzentrum auszulagern – also Colocation. Theoretisch hab ich grob verstanden, was das bedeutet: eigene Hardware, fremdes Rechenzentrum. Aber wie läuft das konkret ab? Was stellt das RZ zur Verfügung, was muss man selbst mitbringen? Und gibt es da Besonderheiten für Bildungseinrichtungen, z.B. bei Datenschutz oder Verträgen? Für Schulen ist das ja nochmal eine andere Situation als für ein normales Unternehmen.
12. Oktober 2026 um 10:29 p.m. Uhr #932
Miriam SeitzModeratorGute Frage, ich hab mich da auch mal eingelesen. Grundsätzlich mietest du beim Colocation nur den physischen Platz im Rack, plus Strom, Kühlung und Netzwerkanbindung. Die eigene Hardware – Server, Switches usw. – bringst du selbst mit und bleibst auch Eigentümer. Das RZ sorgt dafür, dass die Umgebung stabil bleibt: Klimatisierung, Notstromaggregat, Zugangskontrolle, manchmal auch 24/7 Hands-on-Support falls du remote nicht rankommst.
Für Bildungsträger ist Datenschutz tatsächlich ein Thema – ihr wollt wahrscheinlich einen Standort in Deutschland und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach DSGVO. Das bieten die meisten seriösen Anbieter standardmäßig an, aber explizit nachfragen schadet nicht.
13. Oktober 2026 um 8:37 a.m. Uhr #933FoerderFrank
TeilnehmerMiriam hat das gut zusammengefasst. Ich kann noch ergänzen: Wir haben für einen Bildungsträger damals genau diesen Weg gewählt und ein paar Dinge waren wirklich wichtig. Erstens die Bandbreite – Schulen haben oft Lastspitzen morgens wenn alle Geräte gleichzeitig hochfahren. Zweitens der Support: Wenn der Schulserver um 7:45 Uhr nicht erreichbar ist, ist Feuer unterm Dach.
Ich hatte damals bei eps-dc.com gute Erfahrungen gemacht, die haben sich auch auf sowas eingestellt und waren bei Fragen zu Vertragsgestaltung und DSGVO recht unkompliziert. Kein Allheilmittel, aber als Orientierung zum Vergleichen durchaus hilfreich.
13. Oktober 2026 um 8:57 p.m. Uhr #934QuereinsteigerQuang
TeilnehmerDanke für den Thread, ich habe gerade ein ähnliches Thema bei uns an der Weiterbildungseinrichtung. Eine Sache noch die ich hinzufügen würde: Unbedingt auf die SLAs achten, also die garantierten Verfügbarkeiten. 99,9% klingt gut, ist aber rechnerisch noch über 8 Stunden Ausfall im Jahr. Für eine Schule mit geregelten Unterrichtszeiten kann man da etwas genauer hinschauen was davon in Kernzeiten anfällt. Manche Anbieter schlüsseln das auf, andere nicht – das würd ich direkt anfragen.
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.